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Giskra, Karl (1820–1879)

Aus BLGBL

Giskra, Karl, österreichischer Politiker, * 29. 1. 1820 Mährisch Trübau (Moraská Třebová), † 1. 6. 1879 Baden/NÖ, Vater von → Karl Frh. v. Giskra (1864–1919). Jurastudium in Wien, 1840 Dr. phil., 1843 Dr. jur., seit 1846 in Wien Supplent der Staatswissenschaften. Im Jahre 1848 Wortführer der Akademischen Legion in Wien, Abgeordneter im Frankfurter Parlament. Seit 1860 Rechtsanwalt in Brünn, von 1861 bis 1867 Abgeordneter im mährischen Landtag (deutschliberale Partei), seit 1862 auch im Reichsrat; 1866 Bürgermeister von Brünn, 1867 Präsident des österreichischen Abgeordnetenhauses, von 1867 bis 1870 österreichischer Innenminister. Er führte vor allem die Trennung der politischen Verwaltung von der Justiz durch, trat für die Dezemberverfassung und für die Lösung des Konkordates ein. Zuletzt Direktor der „Ersten österr. Spar-Casse“ in Wien.

Literatur

Kosch, Staatshb. – ÖBL 1 (m. Lit.). – Czedik, A.: Zur Geschichte der k. k. österr. Ministerien 1 (1917) 92 ff.

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